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2010
Autogenes Training für Erwachsene

Das "Autogene Training" wurde im Jahr 1928 von dem Berliner Arzt und Psychotherapeut Professor Johann Heinrich Schultz erstmals bei einem Vortrag in der Medizinischen Gesellschaft in Berlin öffentlich bekannt gegeben. Die ersten Beobachtungen gehen bis auf das Jahr 1909 zurück. Damals beobachtete J. H. Schultz bei

meditation
hypnotisierten Versuchspersonen, die übereinstimmend über eigenartige körperliche Empfindungen berichteten, es waren Empfindungen über eine angenehme, wohlige Wärme und Schwere. Die Patienten fühlten sich entspannt und erholt. Aus diesen Beobachtungen der Hypnose entstand das Autogene Training.

Der Unterschied zwischen der Hypnose und dem Autogenen Training liegt darin, dass bei der Hypnose die Suggestionen von dem Therapeuten (Fremdperson) an den Patienten gegeben wird. Das Autogene Training wird von den Übenden selbst (autogen) nach seinen eigenen Gefühl und Rhythmus im völligem Stillschweigen, nur mit der gedanklichen Vorstellung geübt. Der Patient befindet sich in einem Zustand tiefster Konzentration.

Das AT bewirkt, dass der Übende zu einer größeren inneren Ruhe und Gelassenheit kommt und kann aus der Ruhe heraus besser mit sich und anderen Menschen umgehen. Unkontrollierte Emotionen z. B. Wut oder Ärger können abgebaut werden. Auch in der Krankenbehandlung findet das AT immer mehr an Bedeutung. Das AT hat eine ausgleichende Wirkung auf das vegetative Nervensystem, dass unterbewusst einige Körperfunktionen steuert.

Eine der wichtigsten Vorraussetzungen des Autogenen Trainings ist die positive Einstellung bei diesem psychosomatischem Entspannungsverfahren und das akzeptieren des autosuggestiven Trainings. Eine Entspannung kann nur erreicht werden, wenn man bereit ist, Abwehrspannung abzubauen. Um Erfolg zu haben ist eine Regelmäßigkeit des AT sinnvoll, dass bedeutet, dass sie auch zu Hause die Übungen so oft wie möglich (3 bis 4 Mal täglich ca. 3 bis 10 Minuten) durchführen sollten.

Neue Erkenntnisse haben gezeigt, dass Gedanken und Gefühle Einfluss auf körperliche Abläufe haben können. Denkvorgänge, Gefühlsvorgänge und Erfahrungen, die in der Kindheit gemacht wurden können im späteren Leben im Unterbewusstsein weiterwirken.

Laut Statistik werden heute ca. 60% der Erkrankungen der Psyche zugeschrieben. Unsere Seele kann durchaus in der Lage sein, über unser Unterbewusstsein körperliche Vorgänge zu steuern und auch Fehlzusteuern um dadurch krankmachend zu wirken. Das bedeutet, wenn die Psyche den Körper krank machen kann, kann sie ihn auch heilen. Autogenes Training kann eine wahre Lebenshilfe sein.

Das Autogene Training wird eingesetzt bei: Nervosität, Bluthochdruck, Verdauungsstörungen, Schlaflosigkeit, psychischen Belastungen, Muskelverspannungen, Magen-/Darmstörungen, Migräne, Ängste, Kopfschmerzen, Stress, Asthma.

Das Autogene Training ist in zwei, in sich abgeschlossene Stufen eingeteilt, die Grundstufe und die Oberstufe
Normalerweise sind die Übungen der Grundstufe völlig ausreichend. In der Oberstufe geht es um vertiefte Selbsterkenntnis. 


Grundkurs Autogenes Training

Die Ruhe Übung 
Die erste Übung (Schwere) 
Die zweite Übung (Wärme) 
Die dritte Übung (Atmung) 
Die vierte Übung (Herz) 
Die fünfte Übung (Leib) 
Die sechste Übung (Kopf) 
Zurücknahme 


Der Grundkurs Autogenes Training beinhaltet Atem- und Bewegungsübungen, progressive Muskelentspannung, Meditation, Formeln, Phantasiereisen und Problembesprechung. Nach der vierten Übungsstunde werden Krankheitsprobleme mit in die Übungen einbezogen. 

Der Kurs besteht aus 7 Übungsstunden a 90 Minuten (Einzeltraining)

Die Oberstufe bedeutet Intensivierung und vertiefte Innenschau - (Meditation) - Nach innen hören - innere Einkehr und Versenkung. 

Inhalt der Oberstufe:
Zusatzformeln, individuelle Formeln, Kurzformeln, Ruheübung, Meditationen, Bewegung, Atemübung, Mantra, Bild und Textmeditation, Selbsterfahrung, Wahrnehmungen konkreter Gegenstände, Farbreise, usw. 

Bei der Oberstufe handelt es sich um ein tiefenpsychologisch fundiertes, meditatives Verfahren. 

Vorraussetzung der Oberstufe ist eine allgemeine Beherrschung der Unterstufe. Die Personen müssen in der Lage sein, schlagartig die innere Konzentration und die spezifische Umschaltung zu vollziehen. In der Oberstufe geht es um autogene Meditation. Die Übenden (Meditierenden) sollen sich vertiefend der Innenschau zu wenden. 


Hinweise:
Der Kurs findet in kleinen Gruppen, bei mir im Hause statt. 

Vor Beginn des Kurses werden eventuelle Krankheitsprobleme besprochen, die bei bestimmten Übungen berücksichtigt werden müssen. 

Es kann auch ein Fragebogen ausgefüllt werden, was sinnvoll wäre, der eine Anzahl von Beschwerden anzeigt, die mit dem AT gelindert oder beseitigt werden sollen.

Nicht geeignet ist das Autogene Training für Personen, die z.B. an schweren psychischen Störungen, starken Wahnvorstellungen, schweren Depressionen, Demenz oder Schizophrenie leiden.

 

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